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Conquering the Cloud – Zoho’s Journey so far

Zoho ist zu einem bekannten Namen unter den Softwareunternehmen geworden, da es die hervorragende Cloud-basierte Customer Relationship Manager (CRM)-Lösung zusammen mit vielen anderen Apps wie Rechnungsstellung, Projektmanagement, Notizen, Tabellenkalkulationen, Textverarbeitung und anderer Software anbietet.

Zoho Corp. betreibt im Allgemeinen drei Geschäftsbereiche, nämlich Zoho.com, ManageEngine und WebNMS. Zoho.com bietet Geschäfts-, Produktivitäts- und Kollaborationsanwendungen. ManageEngine bietet IT-Management für Unternehmen. WebNMS erfüllt die Bedürfnisse von OEMs (Original Equipment Manufacturers).

Der Gründer und CEO der Zoho Corporation ist “Sridhar Vembu“. Sridhar stammt aus einer sehr einfachen Mittelklasse-Familie in Chennai, in der seine Mutter Hausfrau und sein Vater Stenograph am High Court war und keiner von ihnen ein College besuchte. Sridhars frühe Ausbildung begann in einer staatlich finanzierten Schule mit tamilischer Mittelstufe, die er bis zur 10. Klasse besuchte. Er schloss sein Grundstudium am IIT Madras und sein Studium der Elektrotechnik an der Princeton University ab. Nach seiner Promotion begann Sridhar im Jahr 1994 für Qualcomm in San Diego zu arbeiten.

Die Zoho Story

1996 gründete Sridhar ‘Vembu Software’ in den Vororten von Chennai in einer kleinen Wohnung zusammen mit seinem Bruder Kumar und einem Partner, Tony Thomas. Abgesehen von etwas finanzieller Unterstützung von seiner Familie und seinen FreundInnen hatte das Unternehmen keine externen Investitionen. Sridhars Frau kümmerte sich um das Haus während er für sein Startup arbeitete. Tony konnte sich von seinem Job bei Lucent Technologies, dem Unternehmen, in dem er zuvor gearbeitet hatte, freikaufen. Das bedeutete jedoch, dass er eine Menge Leute bezahlen musste. 

Zu Beginn fungierte Tony als CEO und Vorsitzender des Unternehmens, während Sridhar der Chef der Firma war. Die von der Firma verkaufte Technologie wurde von Sridhar beworben und vermarktet. Er begann auch KundInnen in der Bay Area anzusprechen, da dort viele Netzwerkunternehmen gegründet wurden. Bald bekamen sie ihre ersten KundInnen, von denen Cisco einer der ersten war. Die Software begann sich gut zu verkaufen und sie verkauften diese an viele Firmen im Silicon Valley. Ebenso gelang es ihnen auch einen guten Markt in Japan zu entwickeln. 

Bis zum Jahr 2000 wuchs das Unternehmen auf 115 IngenieurInnen in Indien und 7 MitarbeiterInnen in den USA mit einem Umsatz von etwa 10 Millionen Dollar.

Der Turnaround

Mit dem Platzen der Spekulationsblase im Jahr 2001 erlebte auch das Netzwerkgeschäft eine schwere Zeit. Viele Unternehmen sahen sich während der Ausfallzeit mit Problemen konfrontiert, und auch Sridhars Firma hatte Probleme zu bewältigen. Im Jahr 2002 musste das Unternehmen einen großen Schlag einstecken und die Zahl der KundInnen sank von etwa 150 auf nur noch 3, was zu einem großen Zusammenbruch führte. Zu dieser Zeit hatte Sridhar gerade die Leitung des Unternehmens übernommen und dies wurde eine sehr kritische Phase für ihn. Sridhar nahm die Dinge positiv auf und stellte fest, dass das Unternehmen nicht nur von einer einzigen Dienstleistung leben konnte. Das Platzen der Blase hat das Unternehmen nicht niedergerissen, sondern ihm die richtige Richtung aufgezeigt, in die es sich bewegen sollte. Viele Unternehmensressourcen und IngenieurInnen waren aufgrund der schlechten Verkaufszahlen der Software im Leerlauf und es wurde beschlossen diese zu nutzen.

Erstens wurde das gleiche Netzwerkmanagement, das als OEM-Modell (Order Equipment Manufacturer) verkauft wurde, in ein Enterprise-Modell umgewandelt. Dies führte zur Gründung von ManageEngine. Zweitens gab es einen On-Demand-Aufwand, für den IngenieurInnen eingesetzt wurden. Diese Veränderungen waren die Geburtsstunde von Zoho. So hatten sie letztendlich eine Vielzahl von Produkten, die Unternehmen in den Bereichen E-Mail & Zusammenarbeit, Vertrieb & Marketing, HR & Finanzen und IT & Helpdesk unterstützten. Zoho konkurrierte nun mit Produkten wie HP OpenView und Microsoft Office. Der Hauptunterschied war jedoch, dass diese beiden Richtungen auf den mittleren Markt und nicht auf das High-End-Unternehmenssegment ausgerichtet waren. Im Jahr 2003 waren viele Unternehmungen weggefallen. Doch Sridhar ist es gelungen den Kern des Geschäfts, ähnliche wie etablierte Unternehmen, abzuändern. 

Die Zoho Universität

Sridhar brachte in den nächsten 2 Jahren eine Menge Veränderungen mit sich. Neben Google-Werbung zur direkten KundInnenansprache wurde das Unternehmen 2005 in AdventNet umbenannt und eine eigene informelle Universität namens Zoho University gegründet. Der Grund für die Gründung der Universität war die Schaffung von Arbeitsplätzen. Laut NASSCOM war der Hauptgrund für die Arbeitslosigkeit, dass MNCs und größere Unternehmen es bevorzugten die Top-AbsolventInnen der besten Institute der Welt einzustellen. Sridhar beschloss, junge Fachkräfte einzustellen, die von anderen nicht beachtet werden. Er suchte nach Intelligenz statt nach Colleges, Abschlüssen und Noten. So stellten sie sogar Personen, die schlechte High Schools besucht hatten, oder  StudentInnen, die intelligent waren, aber das College aus finanziellen Gründen abgebrochen hatten, ein. Nach den Auswahlkriterien wurden die eingestellten KandidatInnen neun Monate lang geschult, um sie auf das Niveau von HochschulabsolventInnen zu bringen. Die Programmierfähigkeiten dieser KandidatInnen waren gleichwertig und sogar besser als die der anderen.

Die Geburt von Zoho Corporation

Das Unternehmen wurde im Jahr 2009 in Zoho Corporation umbenannt. Zu dieser Zeit konzentrierten sich Unternehmen zunehmend auf das Internet, um Software für ihre Arbeit zu mieten, anstatt Lizenzen für teure Software zu kaufen. Auch die Zoho Corporation änderte ihre Ausrichtung und begann mit ihrem neuesten Geschäftsbereich “Zoho.com” internetbasierte Software für die Arbeit anzubieten. Im Laufe der Jahre beteiligte sich die Zoho Corp an drei Hauptbereichen, nämlich Zoho.com, WebNMS und ManageEngine. Die Hälfte des Umsatzes von Zoho Corp stammt heute von ManageEngine. Das Unternehmen gibt seine Finanzzahlen nicht bekannt, aber Bloomberg berichtete, dass ManageEngine im November 2012 etwa 120 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz von Zoho Corp in Höhe von etwa 200 Millionen Dollar beitrug. Es wurde beobachtet, dass diese Zahl mit hoher Geschwindigkeit ansteigt. Der Umsatz, der 2015 bei 300 Millionen Dollar lag, sprang 2016 auf 500 Millionen Dollar mit NutzerInnen aus den USA, Europa, Westasien und Japan.

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