Search Engine Marketing Grundlagen – SEO und SEA

Written by: Matthias Nebel

Wer Search Engine Marketing, oder auch Suchmaschinenmarketing sagt, packt verschiedene Themen unter einen gemeinsamen Hut. Es geht in jedem Fall um Suchmaschinen, die unterschiedliche Informationen des Internets sortieren und so an die User bringen. Klingt nach einem tollen Tool für das Online-Marketing und natürlich ist es das auch. Aber wie geradlinig und eindeutig ist diese Marketingform eigentlich? – Meine Meinung vorweg: “Die Lieblingsantwort des Rechtsberaters ist oft auch die eines Online-Marketers – Es kommt darauf an” – Richtig: Es kommt immer auf die Zielsetzung an! 

Diese breite Aufstellung ist aber weniger ein Problem, sondern eine spannende Herausforderung die unendlich viele Möglichkeiten bieten kann. In diesem kurzen Artikel möchte ich mich erst einmal mit der Begriffsdefinition auseinandersetzten, sodass Interessierte, Entscheider und Marketing Manager wissen, welche Bereiche wie eingesetzt werden können. 

Search Engine Marketing (SEM) spaltet sich demnach in Search Engine Optimization (SEO) und Search Engine Advertising (SEA) auf. SEM bildet somit den Überbegriff für sämtliche Marketingaktivitäten rund um Suchmaschinen. Folgende Grafik, die sich einer sportlichen Metapher bedient, soll die unterschiedlichen Eigenschaften verdeutlichen. 

Der Einsatz von SEO und SEA 

Wie in der Grafik ersichtlich wird, hat sich SEO einer langfristigen (Keyword-)Strategie verschrieben wohingegen SEA sehr kurzfristig und flexibel eingesetzt werden kann. Es gleicht also einem Marathon und einem Sprint wobei auch SEA als langfristige Maßnahmen konzipiert werden kann. Die kurzfristigen Chancen und flexiblen Änderungsmöglichkeiten ergeben sich demnach aus der Flexibilität des Marketingtools SEA die dem Bereich SEO fehlen. 

Warum braucht SEO länger um Erfolge aufzuweisen? 

Stellen Sie sich das Internet als kleines Dorf mit einigen Geschäften und einem Marktplatz vor. Sie schlendern durch die Straßen und bemerken, dass alle Geschäfte eine eigene Auslage betreiben und diese aber unterschiedlich oft neu gestaltet wird. Aus dieser Beobachtung heraus werden Sie wohl eher jene Auslagen ansteuern, wo Sie wissen, dass diese oft überarbeitet werden. Genauso arbeitet der Google Bot! Wer nur alle 3-6 Monate eine neue Auslage erarbeitet, wird dem Bot beibringen, dass er nur alle 3-6 Monate vorbeischauen muss. Dem Algorithmus beizubringen, dass von nun an öfter eine neue Auslage präsentiert wird, dauert einige Wochen und Monate. 

Warum ist SEA flexibel und schnell? 

Um den oben genannten Umstand auszugleichen, können Sie sich nun einige BetrachterInnen ihrer Auslage einkaufen und somit auch kürzlich geänderte Auslagen intensiv bewerben. Das sind sogenannte Sponsored Links die über den organischen Suchergebnissen erscheinen. Um hier aufzuscheinen muss Geld an Google bezahlt werden, dafür ist man unabhängig vom Bot und kann die Informationen der Anzeige in Echtzeit ändern. 

Daraus erschließt sich, dass SEO eine langfristige Ausrichtung auf relevante Keywords verfolgt und SEA diese langfristige Strategie mit eingekauften Keywords unterstützen kann. Voraussetzung hierfür ist neben einem ausreichenden Werbebudget auch eine breite Keywords Recherche und fundamentales Wissen über Google AdWords. 

Der nächste Artikel zeigt die Unterschiede dieser beiden Tools auf “Verbraucherseite” bzw. in der SERP. Dies ist übrigens die Abkürzung für Search Engine Result Page und darauf liegt auch der Fokus im folgenden Artikel. Erscheinungsdatum: 31. Mai 2019 

Limitierung dieses Artikels 

Dieser Artikel umreißt in Grundzügen den Unterschied zwischen SEO und SEA. Dabei beziehen sich die meisten meiner persönlichen Erfahrungen und Kenntnisse auf den Bereich des inhaltlichen SEO und nicht auf technische Aspekte wie Ladezeiten, Bildgrößen oder CSS Programmierungen. Auch wurden Backlinks, welche SEO Maßnahmen zu besseren Ergebnissen verhelfen können, ausgeblendet. Grundsätzlich kann diese Ansicht, meiner Meinung nach, in den überwiegenden Bereichen des Suchmaschinenmarketings als Grundlage herangezogen werden. Dennoch kann es sein, dass auf besondere Aspekte der Branche oder der Zielsetzung geachtet werden muss.